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Mongolischer Ex-Präsident trollt Putin mit historischen Ansprüchen

Im kürzlich veröffentlichten Interview zwischen dem umstrittenen Journalisten Tucker Carlson und dem Kreml-Diktator Wladimir Putin wurde deutlich, dass Putin nicht von seinen Weltmacht-Fantasien abrücken will. Er erklärte, er wolle ehemalige Sowjet-Staaten wieder in Russland eingliedern und begründete dies mit historischen Ansprüchen auf alten Karten.

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Die Gebietsansprüche der Mongolei

Der ehemalige Präsident der Mongolei, Tsakhiagiin Elbegdorj, reagierte auf X/Twitter auf das Interview von Carlson mit Putin. Er erinnerte an die Geschichte der Mongolei, indem er historische Karten, teils aus dem 13. Jahrhundert, teilte. Dazu sein Kommentar: „Nach Putins Rede. Ich habe eine historische Karte der Mongolei gefunden. Mach dir keine Sorge. Wir sind eine friedliche und freie Nation“ 

Mit diesem Schritt machte Elbegdorj sich über Putins „historische Vorträge“ während des Interviews mit Carlson lustig und wies zugleich auf die historische Verbindung zwischen der Mongolei und Russland hin.

Die Bedeutung der Mongolei in der Geschichte

Eine der geposteten Karten

Die Karten, die Elbegdorj teilte, verdeutlichen, dass die Mongolei einst das grösste Reich der Welt war. Es erstreckte sich über weite Teile Eurasiens und umfasste sowohl das heutige China als auch grosse Teile Russlands und der Ukraine.

Heute ist die Mongolei ein kleineres Land zwischen China und Russland, aber es zählt immer noch zu den grössten Nationen der Welt in Bezug auf die Landmasse. Die mongolische Regierung hat die russische Invasion der Ukraine zwar nicht ausdrücklich verurteilt, unterstützt diese jedoch auch nicht.

Elbegdorj hat sich in der Vergangenheit jedoch deutlich für die Ukraine ausgesprochen. Im Februar 2023 erklärte er, dass Freiheit nicht verhandelbar ist, und man der Ukraine mehr Waffen geben müsse. Er betonte, dass Putin keine Freiheit toleriert und als narzisstischer Mensch keine erfolgreicheren und wohlhabenderen Nachbarn ertragen kann.

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