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Kurdischer Unternehmer durch iranische Raketen ermordet

Am Montagabend bombardierte schoss der Iran ballistische Raketen auf Kurdistan-Irak ab. Diese wurden unter anderem auf das Haus des kurdischen Unternehmers Peshraw Dizayee abgeschossen. Wir kannten uns nicht gut, aber wir hatten viele gemeinsame Freunde. Der Vorfall hat nicht nur Trauer und Empörung ausgelöst, sondern auch die Spannungen zwischen dem Iran und der Region Kurdistan verstärkt.

Peshraw Dizayee
Peshraw Dizayee

Peshraw Dizayee: Ein aufstrebender kurdischer Unternehmer

Peshraw wurde 1966 in Erbil, Kurdistan-Irak, geboren. Jahr nach dem Aufstand der Kurden gegen den ehemaligen irakischen Diktator Saddam Hussein, spitzte sich die Lage in Kurdistan zu. So floh auch er 1991 nach Schweden. Dort lebte er bis zur US-Invasion im Irak im Jahr 2003. Nachdem das Land vom Diktator befreit worden war, konnten die ehemals verfolgten zurück kehren.

Er gründete auch die Falcon Group, ein Unternehmen, das Dienstleistungen in verschiedenen Bereichen wie Sicherheit, Öl, Gas, Bauwesen und Landwirtschaft anbietet. Er war ein Philanthrop und unterstützte Schulen, Krankenhäuser und Familien von Peschmerga-Kämpfern, die im Kampf gegen den Islamischen Staat (ISIS) ihr Leben verloren hatten.

Der verheerende Raketenangriff

Am Montagabend startete der Iran einen Raketenangriff auf Erbil, angeblich um „Spionagezentren“ des israelischen Geheimdienstes Mossad zu treffen. Unter den Zielen war auch das Haus von Peshraw Dizayee. Der Angriff zerstörte sein Haus komplett und tötete ihn sowie weitere Familienmitglieder, darunter seine elf Monate alte Tochter Zhina. Seine Frau und seine anderen Kinder wurden verletzt.

Die kurdischen Behörden bestritten energisch die Behauptungen des Iran, dass Dizayees Haus ein Mossad-Stützpunkt sei. Sie betonten, dass Dizayee nicht politisch aktiv gewesen sei und keine Verbindungen zu Geheimdiensten oder politischen Gruppen gehabt habe. Der Angriff löste Entsetzen und Empörung in der Region aus.

Die Hintergründe des Angriffs

Obwohl der Iran behauptet, dass der Angriff eine Reaktion auf die vorherige Tötung von IRGC-Mitgliedern durch Israel gewesen sei, bleibt der genaue Grund für den Angriff auf Dizayee und seine Familie unklar. Es wird jedoch vermutet, dass der Iran damit eine Botschaft an die kurdische Region senden und die Führung in Erbil einschüchtern wollte.

Die kurdische Region Kurdistan hat in den letzten Wochen eine Zunahme von Drohnenangriffen erlebt, die größtenteils von iranischen Stellvertretergruppen durchgeführt wurden und das amerikanische Stützpunktgelände am Flughafen Erbil ins Visier nahmen. Der jüngste Raketenangriff auf Dizayees Haus unterscheidet sich jedoch von diesen vergeltenden Angriffen.

Die Reaktionen und die Forderung nach Schutz

Die kurdischen Behörden verurteilten den Raketenangriff auf das Schärfste und forderten Maßnahmen zum Schutz der Region Kurdistan vor solchen Aggressionen. Sie betonten, dass die kurdische Region niemals eine Bedrohung für den Iran dargestellt habe und dass solche Angriffe gegen die Souveränität der Region und die Sicherheit ihrer Bürger verstoßen.

Die internationale Gemeinschaft, darunter die Vereinigten Staaten, verurteilte den Angriff ebenfalls und bezeichnete ihn als rücksichtslos und ungenau. Es wurde betont, dass solche Angriffe auf Zivilisten inakzeptabel seien.

Angesichts der zunehmenden Bedrohungen aus dem Iran und der Notwendigkeit, die Sicherheit der Region Kurdistan zu gewährleisten, wird der Ruf nach Luftverteidigungssystemen und einem verstärkten Schutz lauter.

Der Raketenangriff auf den kurdischen Unternehmer Peshraw Dizayee und seine Familie hat eine tiefe Trauer und Empörung in der Region ausgelöst. Es ist ein tragisches Ereignis, das die Spannungen zwischen dem Iran und der Region Kurdistan weiter verschärft hat. Die kurdische Region und die internationale Gemeinschaft fordern Maßnahmen zum Schutz vor solchen Angriffen und zur Sicherung der Souveränität und Sicherheit der Region Kurdistan.

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